DEPB – DEUTSCHLAND- UND EUROPÄISCHES BILDUNGSWERK NRW

Grundlagen der Bildungsarbeit


Klaus Raape / Geschäftsführer

Das DEPB ist eine seit 1977 bestehende Einrichtung der politischen Bildung in freier Trägerschaft.
Vier hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zwei Verwaltungskräfte organisieren in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Bereichen (Ortsverbände der Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen, Vereine, Volkshochschulen etc.) pro Jahr ca. 50 Studienseminare zu den Themenbereichen Deutschlandpolitik, Europapolitik und allgemeine oder internationale Politik.

Da das DEPB in Tecklenburg über eine Geschäftsstelle ohne eigene Tagungsräume verfügt, finden die mehrtägigen, in der Regel mit vier oder fünf Übernachtungen verbundenen Studienseminare themengeleitet an ca. 25 verschiedenen Standorten europaweit statt. Die Teilnehmenden haben so die Möglichkeit, sich über wichtige politische Fragen unmittelbar „vor Ort“ und aus erster Hand zu informieren; dabei werden wichtige Institutionen aufgesucht und Themen durch kompetente Referentinnen und Referenten aus der politischen und gesellschaftlichen Praxis vermittelt.


Bei den Seminaren zur Europapolitik, die vorwiegend in Straßburg, Luxemburg und Brüssel stattfinden, steht die Information über Zielsetzung, Organisationsstruktur und Aufgaben der Europäischen Union im Vordergrund. Seminare im deutsch-niederländischen, deutsch-dänischen, deutsch-schweizerisch-österreichischen und deutsch-polnischen Grenzraum thematisieren die Möglichkeiten und Strukturen der regionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Veranstaltungen in wichtigen Städten Mittelosteuropas ermöglichen schließlich Einblicke in die aktuellen politischen und ökonomischen Probleme der Länder sowie ihren Beitrag zum europa-politischen Handeln. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die Möglichkeit eröffnet werden, eine eigene, begründete Position zu Fragen der europäischen Integration zu gewinnen, den öffentlichen Diskurs in den Medien differenzierter wahrzunehmen und Chancen eigener Partizipation am politischen Geschehen zu erkennen und zu nutzen.


Die Seminare zur Deutschlandpolitik konzentrieren sich auf den tiefgreifenden Transformationsprozess, der in den neuen Bundesländern seit 1989 stattgefunden hat, sowie die daraus resultierenden gegenwärtigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme, deren Kenntnis den Teilnehmenden nähergebracht und von ihnen reflektiert werden soll. Ein weiterer wichtiger Themenbereich ist die Gedenkstättenarbeit, die nicht in gesonderten Veranstaltungen angeboten, sondern in nahezu sämtliche Seminare integriert wird. Wie die seit Jahren stabilen Teilnehmendenzahlen belegen, findet die vom DEPB angebotene Form des Lernens „vor Ort“, der Informationsgewinnung aus erster Hand, das Interesse und die Zustimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen sich ca. zwei Drittel schon mehrfach für DEPB-Seminare angemeldet hatten.

Die Arbeit des DEPB finanziert sich in Teilen aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen (Finanzierung aus Weiterbildungstiteln und Zuschüsse der Landeszentrale für politische Bildung), sowie durch Mittel des Bundes, insbesondere der Bundeszentrale für politische Bildung. Daneben tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen nicht unerheblichen Anteil der Seminarkosten durch Teilnehmendenbeiträge. In äußerst geringem Umfang stehen Eigenmittel des Trägervereins des Bildungswerkes zur Verfügung.

 

 

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