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Vorwort

„Zerbricht die Europäische Union?“ diese Frage hat der luxemburgische Außenminister, Jean Asselborn, aufgeworfen und er sieht diese Gefahr, weil es bisher nicht gelungen ist eine gesamteuropäische Antwort auf die Flüchtlingsfrage zu geben.
In der bisher wohl größten Krise der Gemeinschaft zeigen sich nationale und nationalistische Tendenzen und Irrwege von denen wir geglaubt hatten, dass sie überwunden wären. In Ungarn werden Mauern und Stacheldrahtzäune errichtet, slowakische Parlamentarier pöbeln populistisch in den öffentlich-rechtlichen Medien, Polen fällt zurück in die 2. Kaczynski-Ära und verweigert jede Form der Solidarität. In Frankreich erstarkt Marine Le Pen von Monat zu Monat mehr und auch in Deutschland steht der Willkommenskultur eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit entgegen. Diese wird von der AfD parteipolitisch angeheizt und vom Pegida „Pack“ Montag für Montag auf die Straße getragen. Selbst der 9. November bleibt da nicht ausgespart und zeigt die ganze Geschichtsvergessenheit in peinlicher Weise.
Für diese Form der „Krisenbewältigung“ hat man der EU, die sich ja als Wertegemeinschaft versteht, gewiss nicht den Friedensnobelpreis zugesprochen. Es ist zu hoffen, dass von dem Migrationsgipfel auf Malta, der ja zum ersten Mal alle politischen Akteure an den Tisch gebracht hat, die notwendigen und richtigen Signale ausgehen. Inwieweit die Türkei dabei in Zukunft tatsächlich als verlässlicher Partner angesprochen werden kann, bleibt abzuwarten. Viel Mut macht allerdings der Wahlsieg von Herrn Erdoğan nicht, wurde er doch errungen auf dem Hintergrund einer bewusst in Kauf genommenen Destabilisierung des Landes.
Wir werden die Flüchtlingsfrage bei unseren Studienseminaren im In- und Ausland bei allen sich ergebenden Gelegenheiten mit ansprechen und politisch klar Position beziehen für ein humanitäres, sich seiner Verantwortung bewusstes Europa.
Unser vorliegendes Programm bietet Ihnen fast 50 Studienseminare und besonders hinweisen möchten wir auf unsere erste Veranstaltung in Danzig, die wir auf Anregung unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen haben. Auch das Studienseminar in Kroatien möchten wir hervorheben, da wir in diesem jüngsten Mitgliedsland der EU sehr positive Erfahrungen gemacht haben und auf eine hohe Gesprächsbereitschaft gestoßen sind.
Darüber hinaus freuen wir uns natürlich über Ihr Interesse an unseren Veranstaltungen in den eher traditionellen Standorten des DEPB, die wir mit Ihrer Hilfe von Jahr zu Jahr weiter optimieren und aktualisieren.
Gerne sage ich an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an Frau Prof. Rita Süssmuth und die Präsidentin des Landtages von Brandenburg, Frau Britta Stark, die bei unserer Jahreshauptversammlung in Tecklenburg das Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“ kompetent und anregend diskutiert haben.
Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen und wünschen Ihnen ein gutes und hoffentlich friedliches Jahr 2016.
Für das DEPB Team
Ihr

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